Härterei Lexikon

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Abschrecken

Das Abschrecken beschreibt das Abkühlen eines erhitzten Materials in rascher Geschwindigkeit (schneller als dasAbkühlen an der Luft). Hierfür werden entsprechend dem Material und den gewünschten Bauteilanforderungen flüssige Abschreckmedien wie Öle, Polymere oder Salzbäder bei speziell abgestimmten Temperaturen verwendet.Ziel des Abschreckens ist es ein austenitisches Gefüge mit möglichst hoher Zähigkeit im gehärteten Material zu erhalten.

Abschrecken bezeichnet in der Wärmebehandlung das gezielte, beschleunigte Abkühlen eines zuvor erwärmten Werkstücks. Dabei wird die Abkühlgeschwindigkeit so gewählt, dass die gewünschten Gefügeumwandlungen und Werkstoffeigenschaften erreicht werden.

Beim Härten von Stahl dient das Abschrecken dazu, das zuvor gebildete austenitische Gefüge überwiegend in Martensit umzuwandeln. Dadurch steigen Härte und Festigkeit des Werkstoffs deutlich. Die erforderliche Abkühlgeschwindigkeit hängt insbesondere von der Stahlzusammensetzung, der Bauteilgeometrie und den angestrebten Eigenschaften ab.

Als Abschreckmedien kommen beispielsweise Wasser, Öl, Polymerlösungen oder Salzbäder zum Einsatz. Auch gasförmige Medien können verwendet werden. Die Wahl des Abschreckmediums und seiner Temperatur beeinflusst die Abkühlgeschwindigkeit und damit das Härteergebnis.

Zu schnelles oder ungleichmäßiges Abkühlen kann hohe innere Spannungen, Verzug oder Härterisse verursachen. Deshalb muss der Abschreckprozess sorgfältig auf Werkstoff und Bauteil abgestimmt werden.

Nach dem Abschrecken erfolgt beim klassischen Stahlhärten häufig das Anlassen, um die Sprödigkeit zu reduzieren, Spannungen abzubauen und ein geeignetes Verhältnis zwischen Härte und Zähigkeit einzustellen.

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