Härterei Lexikon

Hier finden Sie häufig verwendete Begriffe und andere Informationen rund um das Thema Härten.

Eine Übersicht der von uns durchführbaren Wärmebehandlungsverfahren sowie weitere detaillierte Informationen finden Sie unter der Rubrik Verfahren.

Für alle weiteren Fragen rund um die verschiedenen Verfahren der Wärmebehandlung erreichen Sie uns auch über unsere Kontaktseite.

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    Weichglühen

    Das Weichglühen ist eine Wärmebehandlung die nicht nur für Stähle geeignet ist. Auch Metallarten wie beispielsweise Messing oder Eisen lassen sich mit Weichglühen behandeln. Ziel des Weichglühens ist es, die Härte und die Festigkeit des Werkstoffes zu verringern. Für eine Weiterverarbeitung wie dem Ziehen (Drahtzieher), dem Walzen oder dem Stanzen wird mit dem Weichglühen so die Rissbildung verhindert und dem Werkstoff die nötige Flexibilität gegeben.

    Das Weichglühen erfolgt bei hohen Temperaturen zwischen 650°C und 750°C, je nach Glühpunkt des Materials. Die Temperatur wird dabei so lange gehalten bis es im Werkstoff zu einer komplette Gefügeumwandlung kommt. Das Material wird nach dem Weichglühen dann sehr langsam abgekühlt.

    Stähle mit einem hohen Kohlenstoffgehalt ( > 0,4 Masse-Prozent) profitieren durch das Weichglühen mit einer Verbesserten Belastbarkeit, wohingegen sich bei Stählen mit geringerem Kohlenstoffgehalt die Belastbarkeit nicht verbessert. Das Weichglühen ist vor dem Induktionshärten nicht zu verwenden.

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